Risiken kosmetischer Operationen

Kosmetische Operationen, die im Rahmen mit der Umsetzung ästhetischer Zielstellungen durchgeführt werden, gehören ebenso zu den risikobehafteten Eingriffen wie chirurgische Maßnahmen, die aus Gründen einer Therapie erforderlich sind. Jeder Mensch reagiert anders auf die während einer Operation erforderlichen Maßnahmen und kann unter verschiedenartigen Nachwirkungen und Komplikationen leiden. Aufgrund der überaus perfektionierten und in Abhängigkeit von den individuellen Besonderheiten jedes Patienten vorgenommenen Methoden der plastischen und ästhetischen Chirurgie sind die Risiken weitgehend reduziert worden und beschränken sich lediglich auf einzelne Sachverhalte. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass überhaupt keine Bedenken entstehen sollten, zumal es in vielen Fällen um recht umfangreiche und belastende Eingriffe in den menschlichen Körper handelt.

Zu den begründeten Entstehungsorten im Zusammenhang mit Risiken gehören neben der lokalen und kompletten Anästhesie die Störungen der Wundheilung sowie allergische Reaktionen und qualitative Mängel an Implantaten. Diese werden nicht nur zur Vergrößerung der Brüste, sondern auch zur Zunahme des Volumens am Po und an den Oberarmen eingesetzt. Darüber hinaus bestehen Risiken in dauerhaften Schäden, die sich aus einem misslungenen Eingriff ergeben und zu Beeinträchtigung auch anderer Organe führen können.

Risiken durch die Narkose

Die Vollnarkose, die überwiegend bei umfangreichen und intensiven Eingriffen wie einer Fettabsaugung mit Baudeckenstraffung oder einer operativen Hautstraffung im Gesicht erforderlich ist, birgt Risiken, die insbesondere das Herz-Kreislaufsystem und die Atemwege betreffen können. Dies gilt ebenso für eine fehlende Narkosefähigkeit des Patienten sowie unvorhersehbare Komplikationen unter der Betäubung. Insbesondere die Einführung eines Tubus zur künstlichen Beatmung bei einer Vollnarkose kann zu Verletzungen des Kehlkopfes führen.

Neben narkosebedingter Übelkeit und Erbrechen treten bei einigen Patienten nach der Entfernung des Tubus mehr oder weniger lange anhaltende Schluckbeschwerden auf. Thrombosen und Embolien sind bei einer Vollnarkose ebenfalls zu befürchtende Risiken, welche durch die Unbeweglichkeit und eine ungünstige Lagerung auf dem Operationstisch entstehen können.

Schäden an den Nerven der Arme und Beine und ein allergischer Schock durch die Unverträglichkeit des Narkosemittels sind auch bei einer regionalen Anästhesie nicht auszuschließen. Recht selten sind in der Schönheitschirurgie eine Unterversorgung der Organe mit zu wenig Blut und Sauerstoff sowie Störungen des Herzrhythmus. Wobei gerade bei Rhythmusstörungen vor der OP festgestellt werden muss eine Vorerkrankung vorliegt. Vor allem angeborene Erkrankungen sind hier wichtig, können jedoch aus der Krankenakte entnommen werden, im Gegensatz zu erworbenen und noch nicht festgestellten Erkrankungen.

Risiken durch Störungen der Wundheilung in der Schönheitschirurgie

Die Heilung von Wunden kann bei einigen Patienten recht schwierig und problematisch sein. Dies kommt daher, weil eine gesunde und normale Heilung von großen oder kleinen Wunden von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist. Insbesondere die ungünstigen inneren Einflüsse können in einigen Fällen zu einer schlechten Abheilung der Wunden führen. Durch diese gestörten Prozesse kann die Abheilung der Wunden zunächst mit Schmerzen einhergehen, die Wunden infizieren sich, eitern und nässen. Durch diese Beeinträchtigungen bildet sich in schweren Fällen Narbengewebe, das sich auch verhärten und wuchern kann.

Nach einer Schönheitsoperation treten in Abhängigkeit vom Umfang des Eingriffs und den betroffenen Körperzonen Schwellungen und Einlagerungen von Gewebswasser auf. Diese werden durch spezielle Schläuche in der Regel abgeleitet. Auch Blutergüsse und Irritationen der Gefühlsfunktion sowie Missempfindungen in den operierten Bereichen sind mögliche Risiken.

Risiken bei Implantaten

Bei einigen Behandlungen, die im Rahmen der Schönheitschirurgie vorgenommen werden, arbeiten die Fachärzte mit künstlichen Medizinprodukten, die unter der umgangssprachlichen Bezeichnung Implantate bekannt sind. Diese sind mit synthetischen Substanzen gefüllt. Wenn die Qualität der Implantate minderwertig ist und dies eher unkontrollierte Billigprodukte sind, kann es passieren, dass insbesondere das lebensgefährliche Silikon austreten kann und maßgebliche gesundheitliche Schäden auftreten. Bei Kochsalzimplantaten ist dieses Risiko geringer. Dies gilt ebenso für hochwertige und sicherheitsgeprüfte Implantate.

Manche Patienten reagieren auf die Implantate oder verwendete Nahtmaterialien mit unangenehmen natürlichen Abstoßungsreaktionen, sodass diese in einer weiteren Operation wieder entfernt werden müssen.

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